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Die Geschichte der Robert-Koch-Realschule Langenhagen 1939 bis 1989


%0 jähriges Bestehen - Festschrift
"Die Geschichte der Robert-Koch-Realschule Langenhagen"
aus:
Robert-Koch-Realschule Langenhagen 1939 - 1989
(Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der RKS)

 

Die Geschichte der Robert-Koch-Realschule

von Otto Wenzel (6.1.1989)

Die Mittelschule Langenhagen nahm ihren Unterricht am 12.April 1939 mit 48 Kindern in der Volkschule Brink auf. Heute - 1989 - halten wir nach 50 Jahren einen Rückblick auf die Entwicklung dieser Schule, die seit 1966 den Namen Robert-Koch-Realschule trägt.

Über die Gründung berichtet der damalige Leiter der Schule, Mittelschulrektor Kammann, in einer Schrift, die er 1950 Lehrern, Schülern und Ehemaligen widmete: "Die Mittelschule wurde zu Beginn des Krieges gegründet, und ihre Geschichte ist nicht loszulösen von dem allgemeinen Schicksal des Ortes überhaupt. Kultureinrichtungen brauchen einen günstigen Boden, und man kann sagen, dass der aufstrebende Ort nicht nur an die Kinder dachte, denen er durch die Mittelschule die Wege und Mühen verkürzen wollte, nein, das Gefühl der wachsenden Kraft musste gegenüber der Hauptstadt Hannover einen Ausdruck finden und fand ihn in der Gründung einer eigenen weiterführenden Schule. An dieser schulischen Situation hat sich bisher nichts geändert, und ich möchte fast behaupten, dass die Schule den Charakter, den sie bis jetzt trägt, schon bei ihrer Gründung erhalten hat . . .

Die ersten Jahre der Mittelschule waren durch den 2. Weltkrieg geprägt. Mit dem 28. September 1943 begann die Zeit der schweren Luftangriffe auf Hannover und Langenhagen, das Brinker Schulgebäude wurde zerstört, und die Raumnot der Mittelschule nahm ihren Anfang. Der Unterricht wurde in den Betsaal der Neuapostolischen Gemeinde in der damaligen Kananoher Strasse und in die Räume über dem inzwischen abgerissenen Alten Rathaus in der Walsroder Strasse -gegenüber der Elisabeth-Kirche - verlegt. Ab Oktober 1943 kamen viele Schüler und Schülerinnen hannoverscher Mittel- und Oberschulen in die Mittelschule Langenhagen, weil ihre Eltern die Kinder nicht evakuieren lassen wollten. Ebenso sprach sich die Mehrheit der Langenhagener Eltern gegen eine Verschickung ihrer Kinder aus. Die Not wuchs von Tag zu Tag. Aber die Mittelschule erfuhr in gleichem Masse Hilfe und Beistand: Gaststätten und die Tapetenfabrik nahmen Klassen auf. Die Ältesten unter uns werden wohl kaum die furchtbaren Stunden der Angst und Not im Luftschutzbunker vergessen und auch nicht die beiden letzten Kriegswinter mit den verräucherten Räumen, in denen die Öfen nicht brennen wollten, wenn überhaupt Heizmaterial zu beschaffen war. Im Januar 1944 wurden die ersten Mittelschüler der Jahrgänge 1927/28 als Luftwaffenhelfer zur Flak eingezogen.

Über die letzte Kriegszeit berichtet Kammann weiter: "Im Mai 1944 zog die Mittelschule wieder in die Brinker Schule ein, die man mit Mühe hergerichtet hatte. Wieder wurde geplant und gesorgt, aber es stand alle Arbeit unter dem Druck einer großen Unsicherheit. Die bösen Ahnungen erfüllten sich bald. In der Nacht vom 8. zum 9. November 1944 erfolgte ein furchtbarer Luftangriff auf Langenhagen, der auch das erste Opfer unter unseren Schülern forderte. Nun musste die Schule wieder in die Behehlfsräume ziehen. Aber gerade diese letzten Monate vor dem Zusammenbruch forderten die größten Leistungen von Lehrern und Schülern. Es gelang, die Kinder fest zusammenzuhalten. Für die Auswärtigen wurde in Meitze eine Ausweichschule eingerichtet. Planmässig wurde am 25. Februar 1945 die erste Abgangsprüfung durchgeführt. Am 28. März 1945 begannen die Osterferien. Am 9. April 1945 hatte der Krieg Langenhagen unmittelbar erreicht."

Nach ca. einjährigem "nomadisierendem" Lehrbetrieb (die Schulen waren entweder zerstört oder von der Besatzungsmacht belegt) wurde 1946 der Unterricht für 5 Klassen der Mittelschule in drei Räumen in der Kananoher Strasse und im Zeichensaal der Volksschule I - heute Hermann-Löns-Schule - aufgenommen. Am 1. Mai 1946 hatte die Schule 226 Schüler in 6 Klassen. Der Strom der Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten setzte ein und füllte auch die Klassen der Mittelschule stark auf. Der Schulleiter berichtet: "Im Mai 1947 zogen wir um in unser heutiges Heim (Brinker Schule). Fünf Räume für 300 Kinder und 7 Lehrkräfte! Das bedeutete keine Lösung des Raumproblems, gab aber einen großen Aufschwung. Wie wir die Heizung der Räume im Winter 1947/48 durchgeführt haben, wie wir mit kleinen Öfen und Schlammkohle 300 Kindern die Unterrichtsmöglichkeit gaben, das bleibt ein Ruhmesblatt in der Geschichte der Mittelschule. Noch einmal kamen harte Schläge. Die Raumfrage wurde durch die Einweisung von Flüchtlingsfamilien in die Brinker Schule noch schwieriger. Drei Räume mussten länger als ein Jahr abgegeben werden. Andere Sorgen kamen hinzu. Woher Hefte und Bücher nehmen? Woher ausreichend Ernährung? Woher Kleidung und Schuhe? Auch solche Fragen fanden ihre Lösung. Wir werden den Segen der Schulspeisung nicht vergessen, auch die Schuhe aus Bristol nicht, die uns englische Kinder gespendet hatten."

"Zu Ostern 1949 hatte die Schule 450 Schüler und Schülerinnen, nachdem zwei Klassen mit je 50 Kindern aufgenommen waren. Ein Elternbeirat wurde berufen und half fördern und planen. Nach den Sommerferien konnten zwei neue Räume benutzt werden, nur das Lehrerzimmer war noch belegt. Die neue Währung wirkte sich günstig aus auf alle die Dinge, die zur Gestaltung des Unterrichts beitrugen. Dann kam die Jubelfeier! Zehn Jahre Mittelschule Langenhagen! Beim Sommerfest 1949, das den Charakter eines Erntedankfestes trug, füllten fast 2000 Menschen den Festplatz in der Heil- und Pflegeanstalt."

Seit 1950 war die Schule zweizügig, sie hatte 12 Klassen und behielt diesen Stand 10 Jahre lang bei. Die Schulraumnot blieb aber weiterhin das Hauptproblem. Alle Fachräume gingen verloren, weil sie zu Klassenräumen umfunktioniert werden mussten. Auch kam man bis Ende 1955 ohne Schichtunterricht nicht aus. Trotzdem gelang es der Schule, auf verschiedenen Gebieten die Arbeit voranzutreiben: Bereits im September 1949 zeigte die Mittelschule beim Sportfest in Ronnenberg gute Leistungen und brachte ein Ehrenschild heim.

Die Partnerschaft zwischen Hannover und Bristol nutzte Kammann, um gegenseitigen Schüleraustausch in die Wege zu leiten. Jährlich konnten 10 - 15 Schüler nach Bristol fahren, gleiche Gruppen englischer Schüler fanden in Langenhagener Familien Aufnahme.

1952 gelang es nach langwierigen Bemühungen, in einer Gastwirtschaft in Rohden bei Hessisch-Oldendorf für die Schule ein Landheim einzurichten, nachdem "Der Verein der Freunde der Schule" die Trägerschaft übernommen hatte. Dank der Aktivitäten von Schule und Elternschaft konnte dieses Heim bis 1958 genutzt werden.

1953 nahm die Raumnot in der Schule bedrohliche Formen an, nachdem 98 Kinder den Probeunterricht bestanden hatten. Die Eltern protestierten und wiesen auf die unhaltbare Situation in der Brinker Schule hin. Im Gebäude, das 1936 für 320 Schüler mit 8 Klassen gebaut worden war, wurden 1500 Schüler unterrichtet: 120 Schüler der Berufsschule, 60 der Hilfsschule (heute Sonderschule), 750 Kinder der Volksschule und 570 Schüler der Mittelschule.

1954 war die Raumnot keineswegs behoben, aber ein Schulneubau auf dem Gelände der Brinker Schule stand in Aussicht. Nach Fertigstellung sollte die Mittelschule im alten Trakt allein untergebracht werden. Im Juni 1955 zog die Volksschule in den Neubau ein, und im Dezember fand nach Umbau der Räume die Einweihungsfeier für die Mittelschule statt. Sie besaß nun einen Musiksaal, einen Werk- und Nadelarbeitsraum, im Tiefgeschoss die Schulküche, eine Milchbar und einen Duschraum. Jede Klasse hatte jetzt einen eigenen Raum. So konnte Anfang 1956 der Schichtunterricht beendet werden. Nach Schaffung der räumlichen Voraussetzungen konnten Kurse und Arbeitsgemeinschaften für Biologie, Englisch, Französisch, Stenographie, für Bläser- und Instrumentalgruppen eingerichtet werden; auch ein Madrigalchor konnte proben.

1956 kam auch der erste Nachkriegsjahrgang mit 63 Schülern als bisher schwächster in die 5.Klassen. Bei sinkenden Schülerzahlen 1957 und 1958 wurde die Überlegung angestellt, anstelle der Mittelschule einen "Differenzierten Mittelbau" zu errichten.

Am 31.März 1958 trat Mittelschulrektor Kammann in den Ruhestand und übergab die Leitung der Schule Mittelschulrektor Kossmann. Das Landheim in Rohden wurde aufgegeben, die Gemeinde Langenhagen hatte in Wennigser Mark zwei Grundstücke erworben, dort entstand ein Landschulheim für alle Langenhagener Schulen.

Am 1.März 1959 erhielt Langenhagen Stadtrechte, damit war auch der Weg frei für die sofortige Anerkennung der Mittelschule in Langenhagen. Sie erfolgte noch im selben Jahr. Die Schule war zweizügig, doch die rapide wachsenden Einwohnerzahlen - 1946: 9341, 1959: 23476 – ließen die Raumnot in der Schule wieder beängstigend werden.

Nach Kossmanns Fortgang 1959 übernahm Mittelschulkonrektor Röder kommissarisch die Leitung der Schule.

1961 erhielt die Schule ihren Namen, sie hieß nun Robert-Koch-Mittelschule. 1962 stieg die Schülerzahl weiter, drei Anfängerklassen wurden eingerichtet. Mit Ablauf des Schuljahres ging Röder in den Ruhestand, und die Mittelschullehrerin Jungwirth führte die Schule, ebenfalls kommissarisch, weiter. Am 1. November 1962 wurde die Leitung der Schule dem Mittelschulrektor Friedriszik übertragen.

Die Schule hatte jetzt 14 Klassen. Der bereits im Oktober 1959 vom Kollegium geforderte Neubau für die Mittelschule musste mit Energie vorangetrieben werden, denn inzwischen war die Raumnot unerträglich geworden. Die Mittelschule musste fast alle Fachräume zu Klassenräumen umwandeln. 1964 konnte dann die Brinker Schule die bis dahin der Mittelschule zur Verfügung gestellten Räume nicht mehr entbehren, da ihre Schülerzahl erheblich gestiegen war. 1965 kam hinzu, dass der Probeunterricht für Mittelschulen und Gymnasien abgeschafft worden war. Eltern konnten fortan ihre Kinder auf eigenen Wunsch und ohne Prüfung in eine weiterführende Schule schicken. Dadurch kamen zu Ostern 1965 20% mehr Schüler in die Robert-Koch-Mittelschule, die nun vor einem fast unlösbaren Problem stand. Es gab vier Anfängerklassen, die in der Friedrich-Ebert-Schule Aufnahme fanden. Die Teilung der Schule brachte für manche Kollegen ein anstrengendes Wanderleben. Aber ein Lichtblick war da: 1965 hatte der Rat der Stadt Langenhagen den Mittelschulneubau beschlossen, nachdem finanzielle Hilfe vom Landkreis Hannover zugesagt worden war. Am 16. Juni 1966 wurde auf dem Gelände an der Rathenaustrasse der Grundstein gelegt. Am 28./29.November 1966 konnte der Neubau mit den Klassenräumen im 1. und 2. Stock bezogen werden, noch fehlten allerdings die Fachräume und der Pausenhof. Der Unterricht begann am 5.Dezember 1966 in der neuen Schule, die am 22. April 1967, - nach der Umbenennung der "Mittel"- in "Real"schulen - als "Robert‑Koch-Realschule" feierlich eingeweiht wurde. Nun besaß die Schule endlich ein eignes Gebäude, nachdem sie seit ihrer Gründung 27 Jahre als Gast in der Brinker Schule untergebracht war.

Mit diesem Gebäude hatte die Stadt Langenhagen nicht nur eine den Anforderungen einer Realschule entsprechende Schule errichtet, sondern auch der Stadt ein ansprechendes, mit Parkflächen und schönen Grünanlagen umgebenes Bauwerk geschaffen, das den Einwohnern Langenhagens zugute kam. Man denke nur an die Aula: ein Theatersaal, in dem seither schulische wie auch städtische Veranstaltungen, Feiern, Konzerte und Theateraufführungen (z.B. Landesbühne) an würdiger Stätte stattfinden. Auch die Eingangsbereiche - im Laufe der Jahre immer Schüler- und gästefreundlicher gestaltet -verdienen genannt zu werden.

Auf einem Langenhagener Poststempel war zu lesen: "Langenhagen ... ein Platz für Industrie und Handel". Sieht man die Liste der Ehemaligen durch und verfolgt ihren beruflichen Werdegang, so kann man leicht feststellen, dass die RKS der "Hauptzulieferer" für viele dieser - besonders der mittelständischen - Betriebe gewesen ist, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Und wenn man dazu die Anzeigen in den Schülerzeitungen oder auch der Langenhagener Presse liest, erfährt man, dass sehr viele der Firmenchefs ebenfalls die RKS "durchlaufen" haben.

1967 wurden an der RKS 407 Mädchen und 300 Jungen von 27 Lehrkräften in 22 Klassen unterrichtet. Hier sei nun auch der Schülerrat erwähnt, der nicht nur kontinuierlich seine Vertreter in die Konferenzen schickt oder gelegentlich Feten organisiert, sondern auch auf vielen anderen Gebieten das Schulleben mitgestaltet. So veranstalteten Schüler der RKS z.B. im September 1967 eine Ausstellung über den ostafrikanischen Staat Malawi. Mehrere Wochen lang haben die Schüler emsig Spenden gesammelt, um einen Schulneubau für 100 Kinder in dem bitterarmen Land mitzufinanzieren. Diese humanitäre Aktion regte ähnliche Veranstaltungen in den folgenden Jahren an: so 1970 ein Flohmarkt zugunsten des
Annastifts in Hannover-Kleefeld, 1977 ein weiterer Flohmarkt zugunsten des Mütter- und Säuglingsheims "Haus Irene" in Langenhagen, 1985 eine Veranstaltung für Eritrea - Beginn einer Partnerschaft mit der Internatsschule Zero / Eritrea. Bei einer Projektwoche im Juni 1986 kamen 3.000 DM für Kinder in Südamerika zusammen. - Ebenso sei hier die jahrelange Herausgabe von Schülerzeitungen genannt, in den 50er Jahren der "Ruf an die Ehemaligen" und seit 1963 der "contact".

Mit der Einweihung der Sporthalle am 4.11.1967 wurde sowohl der RKS als auch den Sportvereinen ein hervorragendes Sportzentrum geschaffen. Die großzügig gestaltete Halle bot von nun an nicht nur die Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Sportunterricht, sondern wurde auch von den Sportlehrkräften zu häufigen sportlichen Schulveranstaltungen genutzt. Unter anderem sei hier der Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" erwähnt: Fußball, Handball und andere sportliche Aktivitäten - wobei die Sportlehrer durch den Schulassistenten Knigge unterstützt wurden - brachten der RKS manchen Erfolg. Genannt seien an dieser Stelle auch die 1967 beginnenden, von Realschulkonrektor Krämer durchgeführten Sportabzeichenaktionen: Die RKS errang in sechs Jahren hintereinander das beste Ergebnis unter den Langenhagener Schulen und damit 1972 die Wanderplakette der Versehrtensportgemeinschaft zum dauernden Besitz.

1968 wurden 749 Schüler in 24 Klassen von 28 Lehrern unterrichtet. Zu Beginn des neuen Schuljahres 1968 verließen die Klassen des Gymnasiums, die seit 1967 in der RKS untergebracht waren, die Realschule. So wurden weitere Räume für Fachunterricht frei.

1969 setzte ein Ansturm auf die weiterführenden Schulen ein, die RKS musste 6 Anfängerklassen einrichten. Dafür reichten nun auch schon die Räume in der neuen Schule nicht mehr aus. Mit Beginn des neuen Schuljahres 1969/70 wurden zwei Klassen in das Gymnasium verlegt.

Inzwischen war 1975 die Zahl der Schüler so gestiegen, dass 32 Klassen eingerichtet werden mussten. Da die Schule jedoch nur für 18 - 22 Klassen vorgesehen war, mussten alle dafür geeigneten Fachräume zu Klassenräumen umfunktioniert werden. Trotzdem konnten zwei Klassen keine eigenen Räume bekommen. In den kommenden Jahren wurde die Zahl dieser "Wanderklassen" sogar noch größer. 1977 umfasste die RKS 34 Klassen mit 964 Schülern und 52 Lehrern und war damit wohl die größte Realschule Niedersachsens.

Am 1.2.1977 ging der Leiter der RKS, Realschulrektor Friedriszik, in den Ruhestand. Bis zum Dienstantritt des neuen Realschulrektors Zietlow im Schuljahr 1977/78 wurde die Schule kommissarisch von Realschulkonrektor Wenzel geleitet. Zietlow war bereits in den 60er Jahren als Mittelschullehrer an der Schule tätig gewesen. Seit 1978 organisierte er in unregelmäßigen Abständen Kunstausstellungen, um Schülern die Kunst näher zu bringen. Gelegentlich haben die jeweiligen Künstler für einige Wochen direkt am Kunstunterricht teilgenommen und so den Schülern in Theorie und Praxis ihren Stil und ihre Arbeit erläutert. Die Ausstellungen waren auch der Öffentlichkeit zugänglich.

Die verstärkte Nutzung der Datenverarbeitung in den Betrieben der mittelständischen Wirtschaft, in denen die Realschüler nach ihrem Schulabschluss vorwiegend Arbeitsplätze finden, macht es erforderlich, dass auch die Realschule ihren Schülern qualifizierte Kenntnisse auf diesem Gebiet vermittelt. Durch die Initiative eines im Elternrat der Schule tätigen Computerfachmannes, der auch die Schulung der an dem Fach Informatik interessierten Lehrer übernahm, spendete 1983 eine namhafte Firma einen Computer und stellte einen zweiten leihweise zur Verfügung. So wurde 1984, nachdem weitere Geräte angeschafft werden konnten, Informatik als Unterrichtsfach in den Stundenplan aufgenommen. Die Wichtigkeit dieses Faches wurde dadurch unterstrichen, dass die RKS im April 1986 hohen Regierungsbesuch erhielt: Ministerpräsident Albrecht und Kultusminister Oschatz informierten sich vor Ort über das Programm der Landesregierung "Neue Technologie und Schule".

Neben Informatik, Stenografie, Maschinenschreiben und Technischem Zeichnen wird seit 1978 ein weiteres berufsbezogenes Fach unterrichtet: Arbeit - Wirtschaft -Technik (AWT), mit eingeschlossenem Betriebspraktikum.

Nach Erleichterung der Reisemöglichkeiten in die DDR fuhr Konrektor Krämer seit 1981 mit Schülern, die sich in ihrem Wahlpflichtkursus mit der DDR beschäftigt hatten, nach Magdeburg, Berlin-Ost, Dresden, Leipzig und in andere Städte in der DDR. Die Ergebnisse des Unterrichts und Bilder ihrer Reisen wurden in einer Ausstellung in der Pausenhalle gezeigt. Seit 1983 unternahm auch das Kollegium wiederholt Reisen in die DDR.

50 Jahre Mittel-/Realschule Langenhagen - die ältesten ehemaligen Schüler sind bereits 60 Jahre alt, manche von ihnen sind schon Grosseltern. Viele haben ihre Kinder in dieselbe Schule geschickt, und manches Großkind wird wieder die Robert-Koch-Realschule besuchen. Mehrere Jahrgänge haben den Kontakt zu ihrer alten Schule nicht verloren, einige Klassen treffen sich in regelmäßigen Abständen.

 

 

 

 


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